Geschichten schreiben und vermarkten

 

Für eine Seite braucht der Leser zwei Minuten, ich als Autor für den groben Entwurf zwei Stunden!

Für den groben Entwurf meines ersten Business-Roman habe ich 1100 Stunden gehabt. Für die Überarbeitung der 224 Seiten nochmals soviel. Zähle ich die vorangegangenen Recherchen von 400 Stunden hinzu, ergibt das 2600 Stunden. Der Leser braucht fürs Lesen nur einen einzigen Arbeitstag.

Beim zweiten Roman sollte ich es in der halben Zeit schaffen. Zumindest hoffe ich das.

 

Womit starten und in welcher Zeitform soll die Story geschrieben werden?

Das erste Kapitel widme ich dem Anfang allen Übels, der Verschwörung. All jene, die dieser heimlichen Absprache zum Opfer fallen und auf der Strecke bleiben, folgen in weiteren Kapiteln. Und ich habe mich für die Formulierung in der Gegenwart entschieden. Aus meiner Sicht liest sich das flüssiger.

 

 

 

Mit Kopf und Bauch schreiben.

Gute Storys schreibt man auf zwei Ebenen: Der Kopf analysiert, der Bauch formuliert.

Diese Reihenfolge sollte man als Schriftsteller einhalten. Denn wer zu schreiben beginnt, noch bevor die Botschaft klar ist, wird langweilige oder komplizierte Texte schreiben. Zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht. Die besten Texte schreibe ich, wenn ich den Inhalt im Hinterkopf schon längst strukturiert habe. Zuerst denken, dann schreiben ist heute mein Motto. Zugegeben, das ist nicht sehr sexy und vermutlich für Liebesromane keine geeignete Strategie. Doch für meine Business-Thriller schon.

 

Die Realität ist brutal genug.

Wir brauchen keine weiteren Storys, in denen das Böse herrscht, ist oft zu vernehmen. Dem widersprach der verstorbene Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki energisch. Ein Roman der nicht von Hochs und Tiefs, vom Lieben und Sterben handelt, ist nicht lesenswert.

 

In einer anderen, virtuellen Welt.

Wenn du eine Geschichte schreibst, ist dein Zuhause für Monate oder gar Jahre dort, wo die Geschichte stattfindet.

 

Schreibst du für viele oder wenige Leser ?

Je mehr Leser du haben willst, desto einfacher musst du formulieren. Es gilt, den gemeinsamen Nenner aller Leser zu finden. Das gilt für die Wortwahl als auch für die Themen. Boulevardzeitungen versuchen das täglich. Da gilt der Grundsatz, dass auch 13-Jährige den Text verstehen müssen. Das bedeutet aber nicht, dass der Journalist oder die Leser auf diesem Bildungsniveau stehen geblieben sind. Vielmehr ist das der grösste gemeinsame Nenner eines Volkes. Denn jeder von uns ist in seinem Beruf ein Spezialist, verfügt über anderes Wissen und andere Fachbegriffe als seine Mitmenschen.

 

Der Inhalt ist die wahre Herausforderung!

Die Vorstellung, der Autor sitzt vor einem leeren Blatt Papier und legt dann einfach mal los, kann man sich gleich abschminken. So funktioniert es nicht. Eine Story, die über hundert Seiten haben soll, braucht viel "Geist", soll sie nicht langatmig werden. Und eine Story darf wirklich vieles, aber nur nicht langweilig werden.

Bevor man also eine umfangreiche Geschichte schreibt, sollte man Inhalte in Form von Notizen über eine längere Zeit zu Papier gebracht haben. Es braucht einfach mehr Ideen, als dem Autor im Schreibprozess spontan einfallen. Viel mehr!

 

Soll die Story etwas bewirken?

Haben die Handlungen einen tieferen gesellschaftlichen Sinn? Wenn ja, welchen? Der tiefere Sinn müsste im Buchtitel zum Tragen kommen. Ergo sollte man sich mit der Moral der Geschichte auseinandersetzten und den Arbeitstitel im Vorfeld definieren.

 

Du musst dich bewegen!

Wenn du für das Schreiben geistig fit bleiben willst, musst du dich bewegen. Beim Sport kommen die besten Ideen.

 

Sind Gedanken ortsgebunden?

In den Storynotizen stelle ich fest, dass ich mich unter gewissen Umständen wiederhole. Das Umfeld färbt und prägt unser Verhalten. Wenn ich zum Beispiel in die Stadt radle, beginne ich seltsamerweise immer ab dem gelben Gebäude das Lied „Halleluja“ zu trällern. Demnach steuert das Umfeld die Gedanken, gibt Impulse, was zu tun ist.

Im Klartext: Wenn du erfolgreich eine Story schreiben willst, musst du das passende Umfeld wählen, und wenn es regnet, dunkelgrau und verhangen ist, befasst man sich am besten mit den Bösewichten.

 

Die Charaktere sind das Wichtigste!

Soll es da nur den Antagonisten und den Protagonisten geben: Den Jäger und den Gejagten? Oder wie viele Mitläufer, Komplizen, Liebhaber, Verräter, Bösewichte, Narren, Gehilfinnen und Beschützer wird es geben? Und wie sehen die aus? Haben die Bäuche, Bärte und welche Kleider tragen die? Oder erscheinen die in Form von Tieren, wie Schlangen, Affen, Esel oder gar in Form einer Spinne?

 

Den roten Faden spannen.

Habe nun in der Autoren-Software "Scrivener" meine Story in einer Drei-Akt-Struktur angelegt und die Inhalte in Stichworten in die digitalen Karteikarten geschrieben.

Jetzt spanne ich die Fäden und entwerfe die Spannungsbögen. Welche Frage taucht wo auf und wann wird diese beantwortet? So durchlebe ich nun die Story in groben Zügen, bevor ich sie in zusammenhängende Sätze fasse.

 

So verhinderst du Schreibblockaden.

1. Bevor du mit dem Schreiben aufhörst, halte in Stichworten die nächste Handlung fest. So findest du spielend den Anschluss.

2. Bevor du von neuem mit dem Schreiben beginnst, überarbeite deinen vorherigen Text. So stimmst du dich aufs Schreiben ein.

Diese Vorgehensweise erleichtert dir jeweils den Einstieg ungemein und so wirst du deine Story in kürzerer Zeit schreiben und das erst noch in einer besseren Qualität.

 

Autoren müssen ein dickes Fell haben.

Selbst wenn ein Schriftsteller erfolgreich ist, bekommt er Unerhörtes zu hören. Das kann jeder in der Fernsehsendung Literaturclub mitverfolgen. Was die einen Kritiker für eine geniale Story halten, ist für andere schlicht unlesbar. Zahlen verdeutlichen das ungemein. Verkauft sich ein Buch in der Schweiz 5'000 Mal, was ja nicht schlecht ist, so war es dennoch für die verbleibenden 4,5 Mio. deutschsprachigen Einwohner im lesensfähigen Alter nicht kaufenswert!

 

Noch bevor eine Story geschrieben ist, muss die Nachfrage danach vorhanden sein!

Wenn das Buch fertig ist, hast du nur wenige Wochen Zeit, um es zu verkaufen. Danach sind schon wieder andere Bücher und Storys im Gespräch. Man sagt: Die ersten zwei Wochen sind entscheidend!

Ich habe deshalb die erste Werbekampagne in "google-adwords" entworfen und aufgeschaltet mit der Botschaft: Erlebe jetzt live wie eine Geschichte geschrieben und vermarktet wird. Diese erste Kampagne kostet mich 300 Euro. Mal sehen, ob ich mit dieser Botschaft bei einigen Lesern ankomme. Schreiben hat mit Kochen viele Ähnlichkeiten: Wer seine Kunden nicht kennt, kann deren Erwartungen nicht erfüllen.

 

Wann berichten Medien über ein Buch?

Wenn das Buch dem Geschäftsmodell der Medien entspricht. Bad news, are good news lautet das Erfolgsrezept. Alles was uns bedroht, ist von Bedeutung und löst ein grosses Echo aus. Was nun aber bedroht die Menschheit in meinem oder deinem Buch?

 

Ohne Werbung geht es nicht!

Pro Tag erscheinen im deutschsprachigen Raum 300 neue Bücher, also über 100'000 pro Jahr. Selbst ein gut geschriebenes Werk findet in dieser Masse ohne Werbung keine Beachtung.

 

Verlag oder Eigenverlag?

95% des Verkaufspreises gehen an den Verlag und den Handel. Der Autor muss ich mit 5% begnügen! Wenn der Autor seine Story selbst verlegt, muss er für das Lektorat und für das Marketing aufkommen und viel Zeit in in die Werbung investieren. Der Autor trägt somit  das volle Risiko und sein Buch wird nur in seltenen Fällen in Buchhandlungen aufliegen. Grosse Verlag hingegen haben langjährige Geschäftsbeziehungen und verkaufen so sehr viel mehr Bücher, das zumindest prophezeien die Verlagsspezialisten.

 

Als Autor bleiben dir zwischen 5% - 8 %

Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis und somit auch den Lohn. Da es bald mehr Storys als Leser gibt, bekommt der Autor für sein Schaffen immer weniger. So wenig, dass er prahlen darf, wenn er bei seinem Buch nicht drauflegt. Bei einem Buchpreis von 30 Franken ergäbe das pro gedrucktes Buch Fr. 1.30, das reicht nicht mal für die Unkosten. Laut dem nationalen Buchzentrum gibt es Bücher, die nicht mal die Mindestverkaufszahl von 50 Stück erreichen!

 

 

Autoren-Kurs / Reservation

 

2020 ist es endlich so weit

Das erste Storyhaus der Schweiz nimmt Fahrt auf. Willst du über die Aktivitäten im StoryHaus auf dem Laufenden gehalten werden oder allenfalls in deiner Freizeit im ersten StoryHaus der Schweiz mitwirken?

Melde dich hier an und du wirst über unsere Aktivitäten informiert.

 

Bin im Internet ein kleiner Fisch im grossen Meer

Es gibt Milliarden Internetseiten! Meiner Homepage ergeht es da wie einem Sandkorn auf den Strand geworfen, das keiner beachtet.

 

Jeder Zweite surft mit dem Handy

Eine traditionelle Homepage ist gut für grosse Monitore, aber für Smartphones muss es weniger sein, das ergibt die Analyse von Google, die jeder gratis zum Testen seiner Homepage bei Google nutzen kann. Nun habe auch ich eine Smartphone-Version erstellt, die von der grossen Computerversion abweicht. Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du die zwei ja auch vergleichen ;-).

 

Virusmarketing

In Buchshops gibt es bis zu 50,000 Bücher, was soll man da kaufen? Antwort: Das Buch, das Freundinnen und Freunde empfehlen, ist doch klar!  Danke, dass du den Business-Roman "Würdest du schweigen" oder ennipS.com weiterempfiehlst. Gemeinsam sind wir stark.

 

 

22 Regeln nach Pixar (PDF).

 

Zum Schmunzeln Movie Romanschreiben

 

Zum Schmunzeln Movie Romanschreiben 2

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